niedziela, 17 Lis 2019

 

image002Das Dorf Lubla befindet sich im südlichen Teil des Gebirgsvorlandes von Strzyżów, das von den Flüssen Wisłoka und Wisłok sowie den Gebieten von Doły Jasielsko-Sanockie und dem Tal von Sandomierz umschlossen wird. Es liegt 12 Kilometer nord-östlich von Jasło, an der Strasse nach Frysztak. Dieses Gebiet ist für seine schönen Aussichten und seine unberührte Natur bekannt. Das Dorf ist auch eine Schatzkammer von sehenswerten historischen Stätten, die unvergessliche Eindrücke hinterlassen.

Die Spuren der ersten Siedlungen stammen aus dem Neolithikum. Die Funde aus der Eisenzeit und dem frühen Mittelalter sowie die späteren schriftlichen Quellen zeigen die Entwicklung fester Ansiedlungen auf diesem Gebiet. Heute gehört das Dorf zu dem Landkreis Strzyżów in der Woiwodschaft Vorkarpaten und zu dem Dekanat Frysztak in der Rzeszower Diözese.

Die erste historische Erwähnung des Dorfes stammt aus dem Jahre 1185. Dann hat Nikolaus von Bogoria die Siedlung dem Zisterzienser-Orden in Koprzywnica gespendet und sie blieb in deren Besitz bis 1796, bis sie der kaiserlichen Habsburger Familie zugesprochen wurde. Im Jahre 1808 wurde das Dorf von der österreichischen Regierung an Jan Chrzciciel Rogoyski in das Brochwicz-Wappen verkauft. Der Mitbesitzer von Lubla war Jędrzej Rogoyski, der Autor des Buches „Meine Tagebücher“, das das Leben des galizischen Adels schildert. Im Jahre 1862 wurde das Dorf von Ludwin Dzianott gekauft. Das Herrenhaus in Lubla blieb im Besitz der Familie Dzianott bis 1946.

Die Kirchenschule wurde gegen 1595 gegründet. Die schriftlichen Quellen weisen darauf hin, dass sie sich im Hause des Orgelspielers befunden hat. Eine neue Schule wurde im 19.Jahrhundert auf dem ehemaligen Friedhof gebaut und dann in ein Lehrerhaus umgewandelt. Das heutige Gebäude der Heiligen Jan Kanty Schule ist an der Stelle, wo das Herrenhaus der Dzianott Familie stand, welches im Jahre 1944 völlig zerstört wurde.

In Lubla gibt es auch eine Filiale der Gemeindebibliothek aus Frysztak, die im Jahre 1957 gegründet wurde und mittlerweile fast 8.000 Bücher beherbergt.

Schon am Anfang des 20.Jahrhunderts konnte das Dorf stolz auf seinen Leseraum, seinen Bauernverein, seine Feuerwehr und seine Handwerksbetriebe sein. 1914 wurde ein Teil des Dorfes, nahe Sieklówka, von den sich zurückziehenden österreichischen Truppen völlig verbrannt. Während der deutschen Okkupation war das Besitztum der Familie Dzianott ein wichtiger Standort für die Widerstandsbewegung - mit dem Stab von der Armia Krajowa, Polnische Heimatarmee in Frysztak. Der Kapelan der Polnischen Heimatarmee im Vorkarpatenland war der Pfarrer von Lubla, Walenty Jasionowski.

Die erste historische Erwähnung über die Pfarrei in Lubla stammt aus dem Jahre 1277. Sie existierte wahrscheinlich schon früher, aber mangels Dokumentationen ist es schwierig, den Zeitpunkt ihrer Gründung zu bestimmen.

In Lubla kann man die Nikolai-Kirche bewundern - eine der schönsten spätgotischen Holzkirchen im Vorkarpatenland. Sie wurde Mitte des 15. Jahrhunderts von Nikolaus Grot, dem Abt des Zisterzienser-Ordens in Koprzywnica, errichtet. Im Jahre 1793 wurde zum Hauptteil der Kirche ein Turm dazu gebaut, der während des Krieges im August 1944 zerstört wurde. Die Kirche (einschließlich der Mauer) wurde im Jahre 1995 dank der Bemühungen von Pf. Franciszek Podolski rekonstruiert. Die Kirche wurde mehrfach renoviert – u.a. in den Jahren 1778, 1838, 1862, 1922 und auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg. Es ist dem Interesse und dem Engagement von Pf. Julian Bartnik zu verdanken, dass 2003 Renovierungs- und Konservierungsarbeiten begonnen haben, um das ursprüngliche Aussehen der Kirche wiederherzustellen.

Die Kirche hat den spätbarocken Hauptaltar und die aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts stammenden Seitenaltäre. Besonders interessant sind die kostbaren Bilder: gotisches Misericordia Domini im linken Altar aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, zwei spätgotische Bilder im Hauptaltar: Maria mit dem Christkind als Königin der Engel und der Heilige Nikolai, sowie Bilder der Heiligen Anna mit Maria und dem Christkind und vom Heiligen Joachim im rechten Altar.

Im linken Altar befindet sich das spätbarocke Antependium. Es stellt Jesus mit Dornen gekrönt und den Tod des Heiligen Bischofs Stanislaus dar. Oben, vor dem Presbyterium ist das barocke Kreuz aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und Kerzenständer in Form von Engeln im Rokoko-Stil aufgebaut. Wichtige und schöne Teile der Kirche sind eine Kanzel im Rokoko-Stil aus 1778 mit ihren dekorativen Skulpturen und ein Beichtstuhl aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

An der Südwand des Glockenturms ist der Kopf von Jesus, der an das denkwürdige, wundersame Ereignis erinnert – als Lubla im Januar 1945 unter Beschuss stand, zerstörte eine Explosion das Kreuz, aber Kopf des Gekreuzigten wurde intakt in die Holzwand getrieben.

Die wertvollste Skulptur, an der man die Einflüsse des italienischen Barocks in der Kirche sehen kann, ist eine aus dem 18. Jahrhundert stammende Figur von Maria unbefleckter Empfängnis.

Im Glockenturm neben der Kirche befindet sich die gotische Glocke aus dem Ende des 15. Jahrhunderts. In Lubla verdienen vier Gebäude von der „Kleinen Heiligen Architektur“ besondere Aufmerksamkeit: eins von ihnen ist eine aus dem 19. Jahrhundert stammende Kapelle in Bukowy Las. Des Weiteren die Volkskapelle mit den neugotischen Eigenschaften aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, die sich auf der rechten Seite der Straßekreuzung Jasło-Frysztak mit Zugang zu der Kirche befindet.

Die Aufmerksamkeit verdienen auch die Kapelle in Sośnina, an der Grenze zu Niepla und die hölzerne Kapelle am Weg Jasło-Frysztak im südlichen Teil des Dorfes.

Im Hinblick auf die historische Holzkirche, die reiche Geschichte und die schöne Lage, ist Lubla ein Ort, den man besuchen und an dem man länger bleiben sollte.

Dies wäre eine Gelegenheit, sich mit der Geschichte und dem Leben dieses Dorfes und der Pfarrei vertraut zu machen. Sie spiegeln eine der ältesten Kulturen im Vorkarpatenland wider und verdienen deshalb besondere Aufmerksamkeit und unser Interesse.

tłum. Małgorzata Berłowska

 

 

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